17: Bucket List

Viele von euch kennen wahrscheinlich den gute-Laune-Film „The Bucket List“ („Das Beste kommt zum Schluss“) mit Morgan Freeman und Jack Nicholson. In der Tragikkomödie erkranken der ungläubige, amoralische, weisse Klinikbesitzer und Milliardär Edward und der hochgebildete, schwarze Carter an Krebs. Gemeinsam stellen sie eine „Bucket List“ zusammen, die eine Reihe verschiedener Punkte enthält, die sie vor ihrem Tode noch erleben möchten und beginnen, diese in die Tat umzusetzen. Kurz vor dem Tod meines Vaters habe ich eine Liste geschrieben mit „100 Dingen, die ich von dir geerbt/gelernt habe“. Leider war die Krankheit bei meinem Vater schneller als auf der Leinwand und holte ihn ein, bevor er die Liste lesen konnte. Deswegen habe ich schon sehr bald nach seinem Tod beschlossen, es nicht zu versäumen, meiner Mutter dieselbe Liste zu schreiben und zu schenken. Der Adventskalender bot mir eine schöne Möglichkeit und ich möchte euch ermuntern, euren Lieben oft genug zu sagen, schreiben oder zeigen, wie wichtig sie euch sind. Der Film endet übrigens mit der Aussage „Die Augen geschlossen, aber das Herz geöffnet“. Ich wünsche mir, dass mein Vater auch so von uns gehen konnte.

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16: Rund oder gsund

Etwa 90% der Aktivitäten in der Weihnachtszeit tragen zu einem rundum runden Lebens- und Körpergefühl bei. Fondue essen, Glühwein trinken, Guetzli backen, Samichläuslen, Nüsse knacken,… die Liste ungesunder fröhlicher Anlässe ist lang. Auch wenn ich mir im Dezember grundsätzlich nichts verbiete, lege ich dazwischen gerne einmal einen „grünen Tag“ ein, an welchem ausschliesslich Gemüse auf den Teller kommen. Viele solche Auszeiten gibt es meist nicht, dieses Salatbesteck schafft einen Anreiz mehr, Schokolade und Wein gegen knackiges Grünzeug zu tauschen. Um rund, aber gesund durch den letzten Monat des Jahres zu kommen.

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15: Tablete für die Fete

Dass ich Tapeten-Fan bin, wissen treue Leser diese Blogs ja bereits. Dass sie sich weit über Wände hinweg einsetzen lassen, vielleicht nicht. Tapezieren hinterlässt oft kleine Reste an wunderschönen Wandeinkleidungen, die zu schade für den Mülleimer sind. Ich habe mit dem überschüssigen Material ein altes Tablett eingekleidet, das so in neuer Pracht glänzt. Und sich perfekt eignet, Gäste an Weihnachtsessen zu bedienen und verwöhnen. Oder, um Gläser an der Weihnachtsfete schick und ordentlich aufzureihen.

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Für das Tablett benötigst du: ein altes Holztablett aus dem Brockenhaus, Tapetenreste, Fischkleister, Pinsel, Acrylfarbe.

  1. Grundiere das Tablett mit einer passenden Farbe, trage mehrere Schichten auf und lasse es gut austrocknen.
  2. Schneide die Tapete milimetergenau zu.
  3. Streiche die Tapete auf der Vorder- und Rückseite mit Fischkleister ein und lasse sie etwa eine Viertelstunde liegen.
  4. Lege die eingekleisterte Tapete vorsichtig auf das Tablett, streiche sie glatt und lasse den Kleister gut trocknen.

14: Froschkönig

Könige gibt es in der Weihnachtsgeschichte ja so einige. Herodes, der Böse. Kaspar, Melchior und Balthasar, die Weitgereisten. Und schliesslich Jesus, der König der Juden, der mit diesem Stigma von Pontius Pilatus zur Kreuzigung verurteilt wurde. Ob diese Figuren tatsächlich existierten sei dahingestellt. So oder so, zum Leben erwecken kann sie keiner mehr. Den Froschkönig allerdings kann man auch heute noch geniessen, und zwar jeden Tag. Wer weiss, wenn man oft genug mit den Wattepads die Lippen abschminkt, wird vielleicht eines Tages ein grimmscher Traumprinz draus.

Für den Froschsack benötigst du: Materialien und Vorgehen gemäss der Anleitung hier, die grösse des Sackes habe ich den Wattepads angepasst, Druckvorlage Frosch.

13: Lambda

Lambda, das griechische Symbol, das wie ein Dreieck aussieht, steht in der Physik für die Fähigkeit, Wärme zu leiten, bzw. sie zu absorbieren. Je grösser Lambda, desto grösser die Wärmeleitfähigkeit und je kleiner Lambda, desto grösser die Kapazität, Wärme aufzunehmen. Flüssigkeiten und Gase haben generell ein tiefes Lambda, bei den Feststoffen zeichnen sich Stroh, Styropor, Mineralwolle oder Kork durch eine gute Isolationsfähigkeit aus. Und wir Menschen? Im Dezember kriechen die Temperaturen ja allmählich auch in unseren Breitegraden zurück und wir wollen uns gegen den Wärmeverlust schützen. Die warme Bettdecke, dicke Handschuhe oder eine Daunenjacke isolieren uns vor eisigem Wind und halten uns wohlig warm. Dennoch wünsche ich mir manchmal, mein Lamda wäre etwas kleiner, ich denke da ans nächtliche Schlitteln, den Glühweinabend oder das erste Mal unternull Temperaturen. Deswegen verschenke ich heute verschieden grosse Lambdas, gemalt auf einem Isolationskünstler sondergleichen, den Kork. Im Sommer nämlich benötigen wir dann wieder ein grösseres Lambda.    

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12: BackPack

Gehörst du zu den Menschen, die in den Wintermonaten lieber in Backpacker-Ferien in wärmere Gefilde fliehen? Oder erinnerst du dich wehmütig an deine Kindheit, in welcher der Duft von Zimetsternä, Brunsli oder Meiländerli die warme Küche erfüllte und du jeden Tag zwei Kostproben aus der Guetzlidose wählen und geniessen durftest, unter strenger Aufsicht von Mami, versteht sich? Mit diesem Geschenk wird winterliches BackPacken auch für die zweite Gattung Personen attraktiv. Und ermöglicht erst noch, auf die massvolle Dosierung von Zucker und Mutter’s scharfen Überwacherblick zu pfeiffen. Mit der Guetzlimischung backen wir uns einfach eine Dose eigene Kekse, aus welcher wir uns dann nach Lust und Laune und jederzeit bedienen können. Wenn wir die Guetzli mit hübschen Stempeln ausstechen, dann versetzt uns ihr Genuss bestimmt mit genauso vielen Glückshormonen wie die Sonne in Südostasien es täte.

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11: Stilvolle Fahrt voraus

Hätten Maria und Josef ihre Reise nach Bethlehem doch bereits bequem mit dem Zug antreten können. Wer weiss, wie die Geschichte dann geschrieben worden wäre. Ich hoffe, dass mein Göttibub Lars jeden Tag neue Geschichten schreibt, mit seiner neuen Holzeisenbahn, die sich von Tag zu Tag und mit jedem Adventskalendergeschenk verlängert. Architekten achten ja bekanntlich auf ihre Garderobe, so soll mein kleiner Konstrukteur auch mit dem entsprechenden Outfit ausgestattet werden. Während die erwachsene Gattung meist auf schwarz oder originell setzt, habe ich für Lars ein weniger düsteres und bequemeres Shirt designt. So dass er stillvoll und kindergerecht Fahrt aufnehmen kann.

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10: Träum dich warm

Früher ging man im Winter als Primarschulkind ins Skilager. Da gab es auch noch Bügellifte. Für jüngere Semester: Diese alpinen Transportmittel waren so gebaut, dass jedes ungeschickte Kind in regelmässigem Takt hinfiel, abrutschte und „ausbügelte“ und irgendwo inmitten der Strecke vom Lehrer ausgebudelt werden musste. (Ich gehörte zu den äusserst ungeschickten Kindern). Ausserdem waren die Bügellifte unbequem und oft so langsam, dass uns sämtliche Glieder einfroren. Um uns warm zu halten, spielten wir jeweils ein Spiel, bei dem diejenige verlor, die kein Wort mehr wusste, das wir mit „warm“ assoziierten. So verbrachten wir Stunden auf dem Bügellift und slamten Worte wie „Heizung“- „Tee“ – „Strand“ – „Wollpullover“ – „Kerze“ – … mit dem Ziel, uns warm zu träumen. Diese Kerze hilft dabei, in kalten dunklen Winterstunden von Wärme zu träumen. Denn wenn wir ehrlich sind, sehnen wir uns doch alle ab und zu nach sommerlicher Wärme und wohligen Sonnenstrahlen auf der Haut, sei es beim Warten auf die ÖV im frühen Morgengrauen, beim mühseligen Verlassen des kuscheligen Bettes oder auf dem Sessellift, der zwar bequemer als sein Vorgänger, aber meist auch nicht wärmer ist.

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9: I will survive

Die amerikanische Discosängerin Gloria Gaynor sang in den 80er Jahren wohl so manchem Adventsüberdrüssigen aus dem Herzen. Ich benötige das Mantra weniger im Dezember als danach. Meist torkle ich noch in der Silvesternacht schnurstracks ins Januarloch. Die kleinen Schweinchen-Kakteen werden uns in dieser und jeder anderen Zeit Trost spenden und uns daran erinnern, was Gloria in ihrer Hymne gepredigt hat: we will survive!

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8: It’s Tea Time!

Kürzlich habe ich einen Artikel über die Queen gelesen, der behauptete, dass Mylady tatsächlich, ganz dem Klischee von England getreu, jeden Nachmittag Tee und Gebäck geniesst. Ich bin eigentlich mehr der Glühwein-Typ, aber eine Tasse Tee jeden Tag im Dezember kommt einer fünfminütigen Auszeit, einem kurzen Saunagang oder einem Blitztrip nach Indien gleich. Ist ausserdem gesünder als die alkoholische Variante und hebt das Körperthermometer bestimmt nachhaltiger an. Damit sich meine Lieben beim Teegenuss wie die Queen fühlen, habe ich der Teeauswahl eine aufblasbare Krone beigelegt.

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