Listen (to you)

Zu Beginn eines neuen Jahres ist die Vielfalt an Meinungen zu Listen für gewöhnlich relativ beschränkt. Hätten die Meinungen Farben so wären sie entweder schwarz oder weiss, Grauschattierungen existieren kaum. Entweder man schreibt sich eine Fülle an Neujahrsvorsätzen, die man kaum je einhalten mag, oder man lehnt gute Vorsätze und die Möglichkeit, kleine positive Veränderungen im Alltag zu initiieren, kategorisch ab. Ich persönlich habe ein ambivalentes Verhältnis zu Listen: ich kann ohne sie nicht gut leben und sie sind Bestandteil meines Alltags. Auf der anderen Seite übe ich mich auch darin, etwas weniger Organisation und Planung in mein Leben zu bringen. Dass Listen nicht nur für Pedanten, Bünzlis und Unspontane sind (gottseidank, da kann ich ja innerlich aufatmen), habe ich in dem wunderbaren Heft Flow zum Thema Achtsamkeit gelesen, das ich von meiner Freundin Nicola als Weihnachtsgeschenk erhalten habe. Listen ermöglichen, die eigenen Gedanken zu ordnen, sie festzuhalten und damit manchmal vielleicht auch loszulassen oder (temporär) zu vergessen und Platz für neue Ideen zu schaffen. Inspiriert vom Artikel habe ich meine eigenen Vorlagen für Listen für das 2016 zusammengestellt, die nun, anstatt auf diversen losen Blättern und in verschiedene Büchlein verteilt, schön zusammen an einem Ring hängen. Und die darauf warten, gefüllt zu werden. Wer weiss, vielleicht müssen sie sehr lange warten, je nachdem welche Grauschattierungen meine Ordnungs-, Planungs-, Gedanken- und Gefühlswelten eben annehmen werden.

listen

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, deine persönlichen Listen zu gestalten: mit Bleistift, Wasserfarbe, Leim und Schere, aus alten Zeitschriften, oder wie ich, mit Photoshop. Folgende Listen habe ich zu meinen diesjährigen Favoriten erkoren und sie nach meinem Gusto gestaltet. Wenn dein Gemüt ähnliche Grautöne aufweist, bist du herzlich eingeladen, sie zu verwenden und mit Gedanken zu füllen…

  • Krimiliste mit zukünftiger Lektüre, um nie in Not an Bücherideen zu geraten (für Leseratten >>)
  • Blogideen, die mir im Kopf herumschwirren (für Blogger >>)
  • Geschenkideen, die ich irgendwann umsetzen möchte (für Bastler >>)
  • Websites, deren Besuch sich immer wieder einmal lohnt (für Surfer >>)
  • Namensliste für meine Freunde, die gerade Nachwuchs erwarten (für werdende Eltern >>)
  • Liste für Dinge und Aktivitäten, die mir in meinem Alltag Energie geben und mich glücklich machen (und auf die ich in gestressten Zeiten zurückgreifen kann) (für Gestresste >>)
  • Liste mit Gedanken, die ich gerne loslassen möchte (was mir aber vielleicht schwer fällt und dadurch, dass sie auf der Liste stehen, ja nicht ganz verloren sind) (für Grübler >>)
  • Liste mit Restaurants und Kaffees an meinem Wohnort, deren Besuch sich immer wieder lohnt, oder die ich gerne mal besuchen würde (direkt zum Einzeichnen in die Karte; kann auch dienlich sein, wenn Freunde von ausserhalb zu Besuch sind und nach lokalen Geheimtipps fragen) (für Gastgeber und Geniesser >>)

Start listen to you and list!

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